Publikation Duniya & Kupini / World & Netzwerk / RJSaK Interventionen

Das Phänomen der Präsenz unserer kosmopolitischen Roma – Minderheit muss auch durch die digitale Vernetzung und die migrationsbedingte Durchmischung der globalen Gesellschaft neu überdacht werden. Die Projekte und Ereignisse des Kollektivs repräsentieren die Roma-Charakteristika der Transnationalität (Staaten und „Roma-Nation“), die oft als Hindernis dargestellt werden, in einen zeitgenössischen Kontext, in dem die gleichen Merkmale als Qualität gelten. Die lebhafte postkoloniale Debatte in der Kunst hat diese Diskussion in den letzten Jahren ebenfalls stark beeinflusst. Mit unserer gemeinsamen Arbeit streben wir eine neue Verknüpfung des Roma-Images in diesem Sinne an und hoffen, zur Entkolonialisierung der Kunstgeschichte beitragen zu können.

Das künstlerische Anliegen von RJSaK kommt im Titel unserer Performance Roma Dada Avantgarde Estetika zum Ausdruck. Es bedeutet die Infrastruktur und kreative Transformation des vorhandenen Roma-Images – als kulturelles Image, eine Zeitung, ein polizeiliches Image, aber auch das fehlende Bild der Sans Papiers – oder die Abwesenheit der Roma in den Archiven.
Unsere performative Arbeit zielt darauf ab, alle Ideen zu verflüssigen, einschließlich der positiv besetzenden Figur für Freiheit, Unabhängigkeit – für die Bohème – um Raum für neue zeitgenössische Bilder zu schaffen, die Rom-Künstlerin / Romni-Künstlerin mit ihrer Geschichte, Teil des Selben, aber noch etwas – gleich, aber verschieden.