ÜBER UNS


Probe für Nothing about us without us – Intersektionale performative Intervention im öffentlichen Stadtraum und in der Institution (Paradeplatz Zürich und Helmhaus) – Kooperation von RJSaK mit der grossen um_ordnung 2018

Das Roma Jam Session Art Kollektiv (RJSaK) ist das erste Künstler*innenkollektiv in der Schweiz und in Europa, das mit performativen Mitteln im öffentlichen Raum und in Kunstinstitutionen auftritt, um aktuelle Fragen der Roma sichtbar zu machen. Die in Zürich ansässige Künstler*innengruppe arbeitet transdisziplinär mit Mitgliedern aus Kunst, Theater, Musik und Design. Seit ihrer ersten Intervention in einem lokalen Kunstraum im Jahr 2013 hat RJSaK ihre Arbeiten in Zürich in der Shedhalle, dem Corner College, Maxim Theater, Toni Areal, ZHdK, Kunsthaus, Johann Jacobs Museum, Helmhaus und in Basel im Kunstmuseum gezeigt. Neben ihren öffentlichen Auftritten engagiert sich das Kollektiv aktivistisch, auch mit anderen Roma Organisationen und mit NGOs in Kampagnen. RJSaK war von 2014 – 2016 in einer Arbeitsgruppe des Bundesamtes für Kultur (BAK) aktiv, in der Rechte und die Anerkennung der Minderheiten der Roma, Sinti und Jenischen in der Schweiz diskutiert und bearbeitet wurden. Leider wurde die Anerkennung der Roma im Gegensatz zu den Sinti und Jenischen in einem Beschluss des Bundesrates vom Juni 2018 abgelehnt, was dazu geführt hat, dass sich die Roma Community in der Schweiz heute politisch und kulturell mehr und mehr isoliert fühlt. Aufgrund des schwierigen Status der Roma als transnationale Minderheit in der Schweiz hat RJSaK sich neu orientiert. Unter anderem brachte RJSaK die Intervention CHROMA – sudden presences im April 2018 an die 1.Roma-Biennale und die Romaparade nach Berlin. Das Kollektiv hat sich seither sowohl transnational wie auch intersektional weiterentwickelt und ist eine Kooperation mit der grossen um_ordnung, einem querfeministischen Kunstprojekt mit vielen Allianzen, eingegangen. Im Januar 2019 wird RJSaK aktiv am Launch des RomArchives, dem ersten digitalen Archiv zu Geschichte, Kultur, Politik und Kunst der Roma in Europa, teilnehmen.
Für 2019 kündigt RJSaK zudem stolz ihre erste Publikation an. Sie wird nebst einer Zusammenstellung der wichtigsten Arbeiten der letzten fünf Jahre die Arbeitsstrukturen und das Engagement des Kollektivs in den Bereichen Kunst und Aktivismus beleuchten. Erste Einblicke sind geplant für den internationalen Tag der Roma rund um den 8. April 2019.